Eine musikalische Reise rund
im die ganze Welt im Jazzexpress in viele fremde Welten. Musik
von allen fünf
Kontinenten und vielen Kulturen. Kompositionen
aus Irland, Spanien, Polen, Russland, der Türkei, Griechenland, dem Orient,
Korea, Indien, Afrika, Peru, Mexico, der
nordamerikanischen Indianer und der australischen Aborigines.
www.myspace.com/rainerglasuniversal
Improvisierte Musik ist die
universellste Weltsprache überhaupt. Kreative Musik verbindet schon immer über alle Grenzen hinweg. Jazzmusiker
wie John Coltrane haben
bereits in den 60er Jahren über den Tellerrand der
eigenen Kultur geblickt, sich für die Musik anderer Völker interessiert und die
vielfältigen Einflüsse in eine neue und universelle Art WELTMUSIK einfließen lassen, bei der die
Grenzen von Jazz, Fusion, Folk und Ethnomusik
überschritten werden und in kreativer Improvisation zu etwas neuem verschmelzen:
worldmusicjazz. So auch in der
RAINBOW SUITE,
die das Konzertpublikum in einer Konzertnacht rund um den ganzen
Globus führen wird.
Die Premiere war am 5. Januar 2007 im Erlanger Markgrafentheater vor 500
begeisterten Zuhörern. Der BR - Studio Franken hat dieses Konzert aufgezeichnet und
die CD erschien im
Sommer 2007 auf dem Erlanger Musikerlabel WOR MUSIC. Die CD Premiere war am Samstag, 27. Oktober 2007 im Stadttheater
Fürth. Die Fürther Nachrichten schrieben:
Ausgebuffte
Weltmusikprofis reisen durchs globale Dorf.
Im Januar 2010 wurde vom BR im
Theater der Stadt Schweinfurt
die 2. Live CD eingespielt, die soeben erschienen ist.
Der Erlanger Bassist und Bandleader Rainer Glas
war bereits in den 80er Jahren in Weltmusik-Jazz Gruppen (Overtone
Orchestra) aktiv und hatte
die Idee zum UNIVERSAL PROJECT schon vor vielen Jahren. 2006 hat die Erlanger Kulturstiftung (und der
Sponsor Robert Eichhorn) die Premiere ermöglicht. Über ein Jahr Vorbereitung wurde
in das Projekt gesteckt, das bei der Premiere am 5. Januar 2007 im Erlanger
Markgrafentheater stürmisch gefeiert wurde. Gespielt
wurden Kompositionen und Improvisationen, die ihre musikalischen Wurzeln in Irland,
Frankreich, Polen, Russland, Korea, Indien, Arabien, Kurdistan, Afrika, dem
Balkan, bei den Indianern und den australischen Aborigines haben. In Zukunft werden
ständig neue Musikstücke
das Repertoire
erweitern. Jedes Konzert wird eine Premiere, da immer wieder neue Weltmusikgäste
geladen werden.
Prominent besetzt kann das
UNIVERSAL ENSEMBLE auch als die "Band der
Bandleader" bezeichnet werden. Mit speziellen Gästen aus der Weltmusikszene wird das
ENSEMBLE bei größeren Konzerten und Festivals auf Wunsch erweitert.
Besetzungen von 4 bis 10 Musiker
sind dabei möglich. Die UNIVERSAL Musiker für Konzerte 2011 und
2012:
Ack van Rooyen - flh (Den Haag)
Johannes Faber / Andrej Lobanov -
tp
Tony Lakatos / Leszek Zadlo
- saxes
Jörg Widmoser - vl
Peter O'Mara - git
Bernhard Pichl - p, keyb
Rainer Glas - b
Carola Grey - dr, voc
Biboul Darouiche - perc, voc,
kalimba
Peter Knoll - didg, balafon,
klangschale, chimes, obertonharfe, perc, maultrommeln...
Vaidyanathan "ghatam" Suresh -
ghatam, perc, voc (Karnatik)
Gilbert Yammine - kanun (Libanon)
Hadi Alizadeh - daf, tonbak (Iran)
Enkhjargal Dandarvaanchig -
Pferdekopfgeige, Kehlkopfgesang (Mongolei)
DIE KOMPOSITIONEN
der RAINBOW SUITE:
DOWNUNDER:
DREAMTIME
(K: Rainer Glas)
Ging so alles los? Damals vor 40.000 Jahren in Downunder... Ein Feature für den
Didgeridoospieler PETER KNOLL, der von australischen Schwirrhölzern und dem Rainstick
"go with the flow" begleitet wird. Die Sounds der
Aborigines rund um den Uluru (Ayers Rock). Auf der 1. & 2. CD.
FIFTH
CONTINENT (K: Peter O'Mara)
Ein powervoller 5/4 Groove, den der Gitarrist und Komponist Peter O'Mara seiner
Heimat (Australien) - dem 5. Kontinent - gewidmet hat.
Auf der 2. CD.
IRISH
/ CELTIC:
JANS REEL (Jan
Miserre /trad.)
ein Power Tune auf Basis eines
alten irischen Reels, arrangiert von Jan Miserre.
Auf der 2. CD.
SHE MOVED THROUGH THE FAIR
(trad. irisch)
Eine wunderschöne irische Ballade, gesungen von TORSTEN GOODS, begleitet von Kontrabass,
Flügel und Geige. Auf der 1. CD.
RIVERDANCE
(Bill
Whelan)
Ein powervolles Stück im 7/4 und 6/4 Takt, basierend auf der durch Michael
Flatleys
Tanzgruppe weltweit bekannt gewordenen irischen Melodie. Ein Feature für den
Pianisten JAN MISERRE und den Gitarristen TORSTEN GOODS. Auf der 1. CD.
SPANISH & LATIN:
SPANISH
SPY (Jörg
Widmoser)
Ein 7/8 Flamenco Stück unseres Geigers Jörg Widmoser.
Auf der 2. CD.
LA
FIESTA (Chick
Corea)
Flamenco pur
AFRO
BLUE (Mongo Santamaria)
Ein 6/8 latin salsa Blues
WAPANGO
(Paquito D'
Rivera)
Der schnelle mexikanische Tanz WAPANGO als Jazzfassung
SOUTH OF
THE WALTZ (Paquito D'Rivera)
Basierend auf einer Melodie der Indios in Peru.
BOLIVIA
(Cedar Walton)
EUROPEAN:
RELAXIN' AT THE COFFEHOUSE
(Tony Lakatos)
Ein alte Roma-Melodie in neuem Sound, Premiere im Januar 2011
SLOW DRIPPIN'
PAPAYA (Tony Lakatos)
Premiere im Januar 2011
OUT OF THE EAST
(K:
Leszek Zadlo)
Die Vibrations aus
dem fernen Osten...die kühle Taiga...
FOLLOW ME
(K: Rainer Glas)
Ein lyrisches Kontrabass-Intro in D lydian. Erstmals erschienen auf der LP
Wavescapes-
JAZZ WORKSHOP ENSEMBLE
(1983).
Auf der 1. CD.
COLCHIQUE
(trad. französisch)
Dieses alte französische
Volkslied ist der Herbstzeitlosen gewidmet. Ein Feature für den Sopransaxophonisten
LESZEK ZADLO und den Pianisten JAN MISERRE.
KASIA
(K:
Leszek Zadlo)
Leszek Zadlos polnische Wurzeln sind in dieser Komposition spürbar. Solisten
Leszek, Torsten und Jan.
Auf der 1. CD.
MOONLIGHT
(K: Peter Tschaikowsky, Arr. Andrej Lobanov)
Diese Ballade basiert auf einer Melodie aus Tschaikowskys 5. Symphonie. Ein
Feature für den Flügelhornvirtuosen Andrej Lobanov.
Auf der 1. CD.
MIDNIGHT
MOSCOW (Arr.
Andrej Lobanov)
ORIENT:
ORIENTAL MOOD
(Gilbert Yammine)
GRANDPAS DANCE
(Gilbert Yammine)
SPIRIT OF ARABIA
(K: Rainer Glas)
Dieses meditative Stück wurde inspiriert durch eine alte Sufi-Melodie. Zu Beginn
erklingt eine über 100 Jahre alte bengalische Klangschale auf dem Venus-Ton A. Es
entwickelt sich eine lyrische Improvisation mit Kontrabass, arabischen Keyboards, Percussions und Sopransaxophon. Erstmals
erschienen auf der CD THE JAZZ
AGE ENSEMBLE (2006).
Auf der 2. CD.
BLACK
SEA SONG (Chris
Beier)
Ein Stück aus der Weltmusik-Suite WINDS OF AKASHA, die Chris Beier
1990 für das "Festival des Hörens" komponierte. Der 7/8
Groove stammt aus der Türkei. Im Original wurde es auf der
"Schwarzmeergeige" gespielt.
Auf der 2. CD.
OUD MOOD
(Peter O'Mara)
Premiere im Januar 2011, ein 5/4 Groove unseres Gitarristen Peter O'Mara, mit
Kanun...
ISHMAEL (Abdullah
Ibrahim)
Die Magie des Orients - von Dollar Brand (Abdullah Ibrahim)
LONGA RIAD
(arab. trad)
Ein bekanntes arabisches Stück im Trio mit Kanun, Bass & Perc
AKASHA
(Chris Beier)
Ebenfalls aus der Suite WINDS OF AKASHA.
CARAVAN
(K: Juan Tizol)
Eine der frühesten Jazzkompostionen mit
Weltmusik-Touch: CARAVAN - bekannt geworden durch Duke Ellington und seinem
Orchester. Hier in einer ganz eigenen Version...Auf
der 2. CD.
BAU BAU
(trad. kurdisch, Arr. Talabani Dilshad)
In diesem rhythmischen Stück aus Kurdistan besingt TALABANI DILSHAD die
Schönheit der Frauen seiner Heimat Kurdistan.
KUSKUS
(K: Peter Horcher)
Dieses fetzige Stück lässt den Balkan-Beat mit seinen ungeraden Metren erklingen. Die
Solisten sind DIETER WEBERPALS (15/8 Takt) und PETER HORCHER (7/8 Takt). Auf der
1. CD.
ASIA:
KARNATIK DRUMFIRE
(Suresh/Grey)
Premiere im Januar 2011, ein Duostück für Carola Grey und
Vaidyanathan Suresh mit südindischer Rhythmik.
TAE PYUNG GA
(trad. koreanisch, Arr. Rainer Glas)
Ein powervoll groovendes Stück im 6/4 Takt mit allen 10 Musikern. In Korea
ein sehr bekanntes Stück. Erschienen auf der CD
SPACE
(1994), der CD The Jazz
Age Ensemble (2006) und auf
der LP The Jazz Workshop Ensemble-Wavescapes
(1983).
Auf der 1. CD.
MAD-ras
(K:
Carola Grey)
Die verzwickten Rhythmen aus Madras in Indien bilden die Basis für dieses
High-Energy-Stück von Carola Grey, die beim Schlagzeug-Intro-Solo (Karnatik
Jazz) auch als Sängerin zu
hören ist. Erinnerungen an das Mahavishnu Orchester von John McLaughlin werden wach...
Auf der 1. + 2. CD.
BANGALORE (Charlie
Mariano)
Ein Stück aus der südindischen Stadt Bangalore. Charlie Mariano hat
es mehrmals mit dem Karnataka College of Percussion aufgenommen.
AFRO:
KIALA
(Biboul
Darouiche)
Musik aus Kamerun/West-Afrika - von und mit Biboul Darouiche ( Vocals &
Kalimba).
Auf der 2. CD.
BALA BALA
(Knoll/Glas)
Im Mittelpunkt steht das Balafon (Peter Knoll) mit einem tanzbaren Afro-Groove.
Auf der 2. CD.
AFRICAN BELLS
(K: Chris Beier, Arr. Rainer Glas)
Ein Bass-Solo führt in einen afrikanischen 6/8
Groove mit Pendelharmonik. Ein Powerstück, bei dem
alle 10 Musiker zum Abschluss des Abends mitwirken. Erstmals erschienen auf der
CD The Jazz Age
Ensemble (2006). Auf der 1. CD
SOUL MAKOSSA
(K: Manu Dibango)
Diese Zugabe stammt aus der Feder des afrikanischen Saxophonisten Manu Dibango. Afrikanischer
Soul-Groove, der einen kaum mehr auf den Stühlen halten wird. Auf der 1.
CD
A NIGHT IN
TUNISIA (Dizzy
Gillespie)
Der weltberühmte Klassiker. BeBop goes Tunisia
INDIAN:
WITCHI TIA TO
(K: Jim Pepper)
Diese Komposition des verstorbenen indianischen
Saxophonisten Jim Pepper basiert auf einem alten Navajo Peyote Song,
der inzwischen die Hymne der nordamerikanischen Indianer wurde. Er
erschien auf seiner CD "Comin' and goin'" und in anderer
Fassung bei ECM mit Keith Jarrett.
NAVAJO
PEYOTE SONG (Carola
Grey)
Ein wunderschöner
Song von Carola Grey, der dem indianischen Jazzsaxophonisten Jim
Pepper gewidmet ist.
Auf der 2. CD.
Peter Millian von
den ERLANGER NACHRICHTEN schrieb über die Premiere:
EINE SUITE FÜR
KARA BEN NEMSI EFFENDI
Neujahrskonzert
zwischen Jazz und Weltmusik entführt in fremde Klangwelten
Muss ein Neujahrskonzert «klassisch»
sein? Darf es über den Tellerrand eigener Musiktradition hinausschauen und
gelegentlich frei von abendländischer Harmonik und Metrik sein? Oder darf es
gar von allem ein bisschen sein? Das Neujahrskonzert im Markgrafentheater konnte
diese Fragen alle bejahen - und der Applaus eines fast vollen Hauses gab dem
Erlanger Jazz-Musiker und -Promoter Rainer Glas recht, der das Wagnis einer
Uraufführung der neuen Suite Universal einging, einer Suite, die Weltmusik und
Jazz aufs vergnüglichste zu kombinieren verstand.
Tschaikowski, fünfte Sinfonie? Bitte sehr! Indianermusik vom großen Pow Wow -
aber gerne doch! Koreanische Musik mit Klangschalen? Warum eigentlich nicht!
Improvisierte Musik, so lehrte der Abend, ist eine ziemlich universelle
Weltsprache, vereint Klänge aus Irland, Frankreich, Polen, Russland, Korea,
Arabien, Kurdistan, Afrika, Indien und der Indianer sehr kreativ und macht die
Gehörgänge frei für Neues.
Ein solches Experiment bedarf aber auch solcher Musiker, die sich auf dem «vielsprachigen»
Terrain zurecht finden. Mit seinem Jazz Age Ensemble mit dem Russen Andrej
Lobanov (Trompete und Flügelhorn), dem Polen Leszek Zadlo (Saxofone), dem «irischen»
Franken Torsten Goods (Gitarre und Gesang), dem jungen Jan Miserre an den Tasten
und der Schlagzeugerin Carola Grey hat Rainer Glas eine Crew um sich geschart,
die technisch versiert ist, mehr noch: lustvoll aufzuspielen versteht. Und dann
hatte er sich für diesen Abend kongenial verstärkt und aus der
Weltmusik-Truppe Argile den Multi-Instrumentalisten Peter Knoll (besonders
beeindruckend am Didgeridoo), den Kurden Talabani Dilshad (Gesang, Keyboards,
Percussions), den Akkordeonisten Peter Horcher und den unglaublich präsenten
Dieter Weberpals an den Flöten ins Ensemble geholt.
Jeden Cent wert
Dass von der Erlanger Kulturstiftung überhaupt erst ermöglichte Konzert wusste
auch deren Repräsentanten im Auditorium zu begeistern, kamen sie doch in den
Genuss eines musikalischen Spektakels, das auch den Herren Old Shatterhand oder
Kara Ben Nemsi Effendi gefallen hätte - die Onkel-Toms-Hütte-Bühne war fast
zu klein, um Klanggeschirr und Instrumente zu fassen.
Was dann über die Rampe kam war Spielfreude pur und Lust am Wohlklang und
begeisterte bis in die letzten Theaterränge - kein Solo ohne Applaus, keine
musikalische Pointe ohne Beifallssturm.
Das begann schon mit dem mythisch angehauchten Glas-Stück Spirit of Arabia. Was
mit Sphärenklängen auf einer alten bengalischen Klangschale begann, endet mit
einer Kollektivimprovisation mit arabischen Motiven. Oder African Bells, eine
Komposition des Piano-Professors und früheren Glas-Mitspieler Chris Beier, Dies
fulminant-rhythmische Stück gab den idealen Hintergrund für ausgedehnte Soli
von Torsten Goods (der sich auf der Gitarre in großer Form präsentierte),
Andrej Lobanov und Leszek Zadlo. Und schließlich noch Jim Peppers Witchi Tai
To, der Stammeshymne seiner Peyote-Indianer. Die «Nationalhymne» der Indianer
vermag auch fränkische Hörer zu entzücken. Und der Bayerische Rundfunk hat
alles (auch für CD?) getreulich aufgezeichnet.
PETER MILLIAN